Der Feuerwehrflugdienst

Seit über 50 Jahren ist der Feuerwehr Flugdienst (FFD) eine Einrichtung des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen.

FW-FlugdienstIn seiner Form ist er eine einmalige Einrichtung in Deutschland. Durch das System der Waldbrandüberwachung konnten in den Jahren des Bestehens des Feuerwehrflugdienstes viele Schäden von unseren Wäldern und somit auch für die Allgemeinheit abgewendet werden.

Waldbrandüberwachung (Historie)

Der Feuerwehr Flugdienst hat in der Vergangenheit in Zeiten mit erhöhter Waldbrandgefahr die Wald-, Heide-, Moor- und Ödflächen des Landes Niedersachsen überwacht. So wurden Flächen in der Größenordnung von bis zu 150.000 qkm abgeflogen und auf Brände beobachtet. Durch die Luftüberwachung konnten frühzeitig Waldbrände entdeckt und an die Leitstellen gemeldet werden, um die alarmierten Kräfte mit Ihren Tanklöschfahrzeugen einzuweisen.

Einsatzunterstützung aus der Luft (Aktuell)

Der FFD ist und bleibt für die Feuerwehren in Niedersachsen auch zukünftig unverzichtbar.

Den Feuerwehreinsatzkräften am Boden wird eine ideale Unterstützung aus der Luft zu teil. Ob bei Katastrophenlagen wie z. B. bei Hochwasser oder für die erfolgreiche Bewältigung bei Großschadenslagen (z. B. Industrie-, Wald- und Flächenbrände) ist der FFD ein zweckmäßiges Einsatzmittel.

Insbesondere die Führungskräfte können durch das fliegende Auge optimal unterstützt werden.

Hauptflugdienst3aufgaben sind somit die Führung bzw. Einsatzunterstützung für am Boden eingesetzte Feuerwehr-Einheiten aus der Luft sowie die Erkundung und Feststellung großflächiger Schadenslagen.

Auch in Zeiten mit anhaltender Waldbrandgefahr kann der FFD eine wertvolle Arbeit im Sinne des „Vorbeugenden Brandschutzes“ leisten.

Die Flugzeuge sind derzeit an zwei Luftstützpunkten

Lüneburg, Leiter ist hier KBM Torsten Hensel,

und Hildesheim (Peine) Leiter ist hier HBM Rainer Pflugradt,

stationiert und können über die Einsatzleitungen angefordert werden.

Einsatz und Anforderung des FFD

Anforderungen und/oder Anfragen zur Einsatzunterstützung für Feuerwehren oder anderer Dienststellen/Behörden aus Niedersachsen (Amtshilfe) sind Zentral (ggf. über die Feuerwehr-Einsatzleitstelle) an die PD Lüneburg, Amt für Brand- und Katastrophenschutz (Koordinierende Stelle für Einsätze – und Alarmierung des FFD) zu richten. Hierbei sollte eine Voralarmierungszeit berücksichtigt werden.

Hauptflugzeit sind die Monate März-Oktober. Der FFD ist in der Regel zwischen 10 h  und 18 h im Einsatz. Und das nicht nur Werktags, ggf. auch an Wochenenden und Feiertags.

Der FFD kann mit seinen modernen Fluggeräten im gesamten Flächenland Niedersachsen eingesetzt werden! Die Fluggeräte verfügen über analogen und digitalen BOS – Funk. Ferner sind sie mit modernen Navigations- und Kartenmaterial ausgestattet. 

Der FFD wird mit den dazugehörigen Equipment durch entsprechende Landesmittel finanziert. Der dritte Luftstützpunkt (Damme) wird derzeit als Werft-Standort genutzt; kann aber aus finanziellen Gründen aktuell nicht mit einem eigenen Fluggerät besetzt werden.

Besatzung des FFD im LFV-NDS

Zur Besatzung gehören ca. 80 ehrenamtliche Einsatzkräfte, die sehr motiviert sind. Neben den Piloten sind gflugzeug05ut ausgebildete Beobachter der Feuerwehr (Zugführer) und Mitarbeiter der Forstverwaltungen aktiv dabei. Derzeit ist der Personalstand als gut zu bezeichnen.

Personen die Mitglied beim FFD werden möchten können derzeit nicht aufgenommen werden, da der Personalstand ausreichend ist.

Vorraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Einsatzabteilung (für Luftbeobachter der Feuerwehr auch die Ausbildungs-Qualifikation Zugführer) einer Feuerwehr in Niedersachsen.

Leitung des FFD im LFV-NDS

  • Chef  des FFD ist KBM Hans-Hermann Fehling. Er ist Referent des FFD und Vorsitzender des Arbeitskreis FFD im LFV-NDS. Der Arbeitskreis FFD unterstützt den Referenten des FFD bei seiner Aufgabenwahrnehmung.
  • Die Luftstützpunkte werden von den jeweiligen Luftstützpunktleitern, Lüneburg: Kamerad Torsten Hensel, Hildesheim (Peine) Kamerad Rainer Pflugradt geleitet.
  • Die Leiter der Luftstützpunkte werden von jeweils einen Chefpiloten und einen Chefbeoabachter „Fachlich“ in der Leitung des Stützpunktes unterstützt.
  • Der Landesausbildungskoordinator (LAK), Kamerad Manfred Koch, ist für die (überregionale) Aus- und Fortbildung im FFD verantwortlich.
  • Für die Verwaltung, Beschaffungen und Finanzen des FFD ist der Landesgeschäftsführer, Kamerad Michael Sander, verantwortlich.

Geschichte des FFD im LFV-NDS

Am 22.06.2013 wurde das 50-jährige Bestehen des Feuerwehr-Flugdienstes angemessen am Luftstützpunkt Lüneburg begangen. Eine umfangreiche Jubiläumsbroschüre wurde hierzu extra angefertigt. Diese kann per eMail (block(at)lfv-nds.de) angefordert werden.

Broschüre 'Risiko Waldbrand' Broschüre 'Risiko Waldbrand'
Broschüre Risiko WaldbrandUmfassendere Informationen über den Feuerwehrflugdienst in Niedersachsen erhalten Sie über unsere Broschüre „Risiko Waldbrand“.

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