Tipps und Empfehlungen 8 -
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Führungskraft in der Feuerwehr
.- Mit "Harmoniekultur" lassen sich keine Ziele der Feuerwehr erreichen -
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"In vielen Feuerwehren und Jugendabteilungen sind die Mitglieder nicht zu Veränderungen bereit".
In Einsatz und normales Dienstgeschehen.
"Kaum trifft der LFV Vorstand eine Entscheidung, regt sich in einigen Mitgliedsverbänden Widerstand." Nicht die Angst um die Feuerwehr diktiert dabei in erster Linie dieses Verhalten, sondern die Befürchtung, dass sich mit der Veränderung die gewohnten Arbeitsinhalte und -strukturen wandeln könnten.
Den Grund führt man auch auf Versäumnisse der Führungskräfte innerhalb der Jugendfeuerwehr zurück, die lange Jahre kaum Anlass sahen, Strategien und Strukturen zu verändern und über die Kultur ihrer Jugendfeuerwehr nachzudenken, "aus Scheu vor Konflikten". So habe sich in manchen Jugendfeuerwehr eine "Harmoniekultur" breit gemacht.
Übersehen wurde dabei, dass "wichtige Entscheidungen stets Risikoentscheidungen sind. Weil sie die Zukunft vorwegnehmen, können sie nicht nur anhand harter Daten getroffen werden. Feuerwehrgespür und Feuerwehrkenntnis spielen eine wichtige Rolle. Aber gerade weil Zukunftsentscheidungen risikobehaftet sind, können sie oft nur mit Macht entschieden und umgesetzt werden. Trotzdem müssen sie getroffen werden, denn ein Entscheidungsverzicht ist oft schlimmer als ein parzielles Fehlentscheiden. "Wem der Mut fehlt, kalkulierte Risiken einzugehen, dem fehlt auch die innovative Kraft, die Zukunft zu gestalten."
Das haben in den letzten
Jahren viele Feuerwehren schmerzhaft erkannt. Mit sinkenden Ergebnissen
veränderte sich das Führungsverhalten der Jugendwarte. Trafen sie
zuvor Entscheidungen nach dem Konsensprinzip, wurde plötzlich nur noch
mit Macht entschieden. Entsprechend verunsichert reagierten ihre Untergebenen.
Jugendfeuerwehren sind jedoch Zweckgemeinschaften. Auch im Mitgliederbereich werde oft nicht reflektiert, dass "Mitgliederentwicklung kein Selbstzweck ist". Anders ist es nicht zu erklären, dass jahrelang verkündet wurde, Hauptaufgabe der Führungskräfte sei es, ihre Mitglieder zu motivieren. Doch die müssten in erster Linie sicherstellen, dass die Mitglieder so arbeiten oder zusammenarbeiten, dass die Jugendfeuerwehr seine Ziele erreicht.
Das haben viele Führungskräfte verdrängt. Sie mutierten "zu Coachs, die sich einseitig um die Entwicklung ihrer Mitarbeiter sorgten". Entsprechend war ihr Verständnis von Teamarbeit: Viele Teams entsprachen "harmoniesüchtigen Kuschelgruppen". Aber: "Auch Teams brauchen eine klare Entscheidungs- und Leitungsstruktur, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können."
In einem von solchen Denk- und Verhaltensmustern geprägten Umfeld "wirkt es jedoch autoritär, wenn Führungskräfte plötzlich Leistung fordern, statt Mitglieder zu verwöhnen". Ein solches Verhalten ist aber nicht autoritär. Es ist vielmehr Ausdruck der nötigen Rückbesinnung darauf, "dass die Motivationsfunktion von Führung stets in Zusammenhang mit den zielen einer Feuerwehr gesehen werden muss". Jede Führungskraft muss mit ihren Mitgliedern Ziele vereinbaren und deren Erreichen überwachen, "sonst ist sie keine Führungskraft."