Tipps und Empfehlungen
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Führungskraft in der Feuerwehr
.- Rolle und Erwartungshaltung -
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Ein Führungsverantwortlicher in der Feuerwehr muß heute unterscheiden:
In Einsatz und normales Dienstgeschehen.
Im Einsatz kann durchaus autoritär geführt werden, nicht jedoch im normalen Dienstgeschäft. Hier ist eher der Vorgesetzte als Moderater gefordert. Eine autoritäre Befehlsform bedeutet nicht, daß sich aufgrund der Einsatzabläufe bei einem Brand gewisse Entscheidungen zu korrigieren sind, bzw. Hinweise zurückfließen die auf Entwicklungen reagieren lassen und damit eine Korrektur erforderlich machen.
Zukunftsgestalter,
Teamchef, Repräsentant, Konfliktmanager, Partner, Coach oder vieles
andere mehr, - alles Aufgaben, die von einer Führungspersönlichkeit
heute erwartet werden. Gerade bei der Feuerwehr zieht sich seit vielen Jahren
der Satz "Führer sein heißt Vorbild sein" wie ein roter Faden
durch - quasi als Spiegelbild einer Persönlichkeit. Hierbei ist es durchaus
gestattet, Fehler zuzugeben, um daraus zu lernen. Zeigen sie doch keine
Schwäche, sondern zeigen sie eine hohe soziale Kompetenz und - noch
wichtiger - sie zeigen Menschlichkeit und Kameradschaft. Hierbei muß
man selber in der Lage sein, um sich selbst und gewisse Arbeitsabläufe
von Zeit zu Zeit in Selbstkritik zu überprüfen und einmal in Frage
zu stellen.
Die Mitglieder in den Feuerwehren erwarten von ihrem Vorgesetzten von Zeit zu Zeit Informationen und sie erwarten, daß alle Informationen die ihm bekannt werden, auch weitergegeben werden. Damit ist für die Führungspersönlichkeit automatisch der Wille zur Weiterbildung und zum Lernen verbunden. Hierbei sollte man auch die Erfahrung anderer nutzen und auch Tips oder Anregungen von Kollegen, Kameraden und Mitarbeitern aufgeschlossen gegenüberstehen. Dabei wird von Niemanden ein in allen Punkten quasi übermenschlicher Vorgesetzter erwartet.
Akzeptanz bei Kameraden oder Kollegen wird nur durch hohe fachliche Kompetenz erreicht, damit erkannt werden kann, man weiß, worüber man spricht, dabei darf man aber nicht in die Besserwisserrolle hineinschlüpfen. Dadurch kann man sich auf die beste Art unbeliebt machen. Motivationssteigerungen von Mitgliedern erreicht man nur, wenn sich auch der Vorgesetzte aktiv einsetzt und mitarbeitet und nicht in erster Linie die Sitzung - den Übungsdienst nur absitzen will. Dabei kann eine Führungskraft nicht erwarten, daß die Mitglieder von sich aus selber eine hohe Arbeitsleistung erbringen.
Eine mögliche Vorgehensweise ist:
- der Ist - Zustand ist klar zu beleuchten,
- das Ziel muß klar definiert werden,
- um gemeinsam einen möglichen Weg zu finden, der letztlich zum Ziel
führt.
Unser bekanntes Befehlsystem nach FWDV 4 gibt uns bereits ein gewisses Schema vor und läßt sich gut umsetzen von:
- Wasserentnahmestelle
- Einheit
- Auftrag
- Mittel
- Ziel
- Weg
vor
In
Grundlage des Problems - wo setzen wir an
Wer
Macht was
Womit ist es am Besten zu erreichen
Um das Ziel zu erreichen
Möglicher Weg
Und rann an die Arbeit
Hierbei sind ausdrücklich Vorschläge der Kameraden erwünscht, ja sogar ihre Lösungsvorschläge werden mit eingebunden. Auch hier kann delegieren sehr wertvoll sein. Dabei darf keinesfalls immer wieder positives Lob vergessen werden. Gerade deshalb werden die Fähigkeiten einer Führungskraft gerade im sozialen Bereich immer wichtiger.
Der Mut zur Entscheidung - positiv wie auch negativ - ist aufzubringen. Der Spruch "Fehler machen und zu ihnen zu stehen - zeugt von Menschlichkeit, zu viele zu machen, aber von Dummheit!" Dies sollte uns immer irgendwo bewußt sein. Perfektion ist auch den Führungskräften selten gegeben. Letztlich bedeutet dies für jeden eine lange harte Arbeit an sich selbst. Aber es ist ein Weg, der sich letztlich lohnt. Dies bringt uns alle wieder auf den Boden der Menschlichkeit zurück. Und das sind die, die wir brauchen - die menschlichen Führungskräfte -
> Eine qualifizierte und ausgebildete Führungskraft findet bei Problemen Lösungen
> Ein unqualifizierte und unausgebildete Führungskraft findet und sieht bei Lösungen nur Probleme