03.02.2017 – Einmaleins der Feuerwehr

03.02.2017 – Einmaleins der Feuerwehr

Dransfeld ( LK Göttingen) 28 angehende Feuerwehrmänner und –frauen; fünf aus dem Flecken Adelebsen und 23 aus der Samtgemeinde Dransfeld haben Anfang Januar mit der Truppmannausbildung Teil 1, quasi dem Einmaleins der Freiwilligen Feuerwehr begonnen. Während 70 Unterrichtsstunden erlernen sie die grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz sowie in der Ersten Hilfe.

Der Einstieg in die Ausbildung fand Anfang Januar im Feuerwehrzentrum Potzwenden mit Theorie statt. Danach folgte jeden Freitag, Samstag und Sonntag die Winnemuthüberwiegend praktische Ausbildung in Adelebsen unter Leitung von den stellvertretenden Gemeindebrandmeistern Holger Kamm (Bühren) und Martin Meyer (Adelebsen) und ihrem Ausbilderteam.
Am kommenden Sonntag werden die Teilnehmer den ersten Teil ihrer Feuerwehrausbildung mit einer Prüfung abschließen. In den kommenden zwei Jahren müssen sie mindestens weitere 80 Stunden Ausbildung ableisten, um mit Teil 2 die Truppmannausbildung zu vollenden. Während dieser Zeit können sie auch schon an weiteren technischen Lehrgängen wie Sprechfunk und Atemschutz teilnehmen. Nach erfolgreichem Abschluss der Truppmannausbildung Teil 2 steht den Feuerwehrmännern und –frauen die ganze Palette der Fortbildungen offen: Maschinist, Chemieschutz, Absturzsicherung, Technische Hilfeleistung, Truppführer, Gruppenführer und vieles mehr.

Unter den Teilnehmern im Alter zwischen 16 und 46 befinden sich auch dieses Jahr wieder sechs sogenannte Quereinsteiger, also Männer und Frauen ohne Feuerwehr-Vergangenheit.
In der Samtgemeinde Dransfeld ist man besonders stolz auf die hohe Teilnehmerzahl aus den Jugendfeuerwehren und dass nahezu alle Ortsfeuerwehren von dem Nachwuchs profitieren.

Aus der Ortsfeuerwehr Dransfeld sind dieses Jahr unter anderem Britta und Jonna Abendroth – Mutter und Tochter dabei.
Britta Abendroth: „Zu meiner Jugendzeit durften wir Mädchen nicht zur Jugendfeuerwehr! Im Internet waren jetzt so viele Aufrufe und ich hatte durch meine AbendrothKinder ja schon länger den Bezug zur Feuerwehr. Ich wollte gerne etwas in meiner Freizeit machen, im Team zusammen arbeiten, Kameradschaft erleben und helfen. Ein Hobby, das auch etwas zu meinem Beruf als Kinderkrankenschwester passt, dazu Action, Technik und Ehrenamt. Und ich muss sagen: Es macht total Spaß und ihr seid so liebe Kameraden!“
Jonna Abendroth: „Durch die Jugendfeuerwehr habe ich auch schon viel vom aktiven Dienst mitbekommen. Ich finde, es ist ein schönes Gefühl im Team anderen Menschen zu helfen.
Dass meine Mutter sich jetzt den Traum von der Feuerwehr erfüllt, weil sie es in der Jugend nicht durfte, finde ich richtig gut. Durch die Feuerwehr haben wir ein gemeinsames Hobby und verstehen uns viel besser.

Aufgaben und Träger der Feuerwehren, Rechte und Pflichten, Verhalten bei Gefahren, Brandklassen, Löschmittel, Löschwirkung, aber auch Fahrzeug- und Gerätekunde, Rettungsmaßnahmen, Unfallverhütung, Aufgabenverteilungen innerhalb der Einheiten sowie Knoten und Stiche sind nur einige Stichworte von dem umfangreichen Wissen, das sich die Teilnehmer aneignen müssen.
Für die Teilnehmer, die keine Quereinsteiger sind, sind die Begriffe zwar nicht neu, da sie teilweise schon seit ihrem sechsten Lebensjahr Mitglied einer Kinderfeuerwehr und ab ihrem zehnten Lebensjahr in der Jugendfeuerwehr waren.
Aber wenn das Feuer vor einem echt, die mit Wasser gefüllten Schläuche schwer und man mit den bislang an Holzbalken geübten Knoten beim Selbstretten den Boden unter den Füßen verliert, merkt man doch einen gewaltigen Unterschied und den ernsten Hintergrund.

 

Bilder & Text:

Matthias Freter

Freiwillige Feuerwehr

Samtgemeinde Dransfeld

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