04.02.2020 – Feuer in Flüchtlingsunterkunft

04.02.2020 – Feuer in Flüchtlingsunterkunft

Wolfenbüttel ( LK Wolfenbüttel ) Als am Dienstagmittag gegen 13:15 Uhr die automatische Brandmeldeanlage der Flüchtlingsunterkunft „Okeraue“ am Harztorwall auslöste, ahnte keiner der kurz darauf alarmierten Helfer, dass sich dort gerade dramatische Szenen abspielten. In einem der Zimmer brannte es. Die beiden Etagen eines Wohncontainer-Komplexes waren voll mit beißendem Rauch. Die Bewohner retteten sich vor dem giftigen Qualm und der Hitze nach draußen. Insgesamt fünf Menschen verletzten sich, einer davon schwer. Großeinsatz für die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
Der Brandmeister vom Dienst, Carsten Franke, erblickte bereits von der Ampel-Kreuzung zwischen Linden und Wolfenbüttel den Rauch und ließ über die Integrierte Regionalleitstelle in Braunschweig Vollalarm für die Ortswehr Wolfenbüttel auslösen. Beim Eintreffen der ersten Helfer bestätigte sich die Lage: Rauch zog aus den Wohncontainern, es brannte in der unteren Etage. Kurze Zeit später begannen Feuerwehrleute, ausgerüstet mit Atemschutz, die Container abzusuchen. Auch die Löscharbeiten waren dann in vollem Gange, zur Verstärkung rückte die Ortsfeuerwehr Linden mit an, die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) stellte die Verbindung zur Leitstelle sicher.
Aufgrund der zu vermutenden Anzahl von verletzten Menschen wurde die erste Stufe des „Massenanfalls von verletzten und erkrankten Personen“ (MANV) ausgelöst, weitere Rettungswagen (RTW), auch aus dem benachbarten Braunschweig, rückten an. Insgesamt kamen sechs RTW, zwei Notärzte, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (DRK) und der Leitende Notarzt des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel zum Einsatz. Auch die Schnelle-Einsatz-Gruppe (SEG) des DRK stand in Bereitschaft. Fünf Menschen wurden, zum Teil mit einer Rauchgasvergiftung, in Kliniken transportiert.
Zum Löschen des Brandes in der unteren Etage arbeiteten mehrere Atemschutztrupps parallel, drei Hochleistungslüfter sorgten für das Herauspusten des Rauches. Rund 45 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz – nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet. Die Polizei hat Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.
Stadtfeuerwehr-Presse-Team, Text/Fotos: Tobias Stein

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