Ostfriesische Kreisfeuerwehrbereitschaften innerlich auf Hochwassereinsatz eingestellt

Ostfriesische Kreisfeuerwehrbereitschaften innerlich auf Hochwassereinsatz eingestellt

 

Regierungsbrandmeister Erwin Reiners ist zuständig für die ostfriesischen Feuerwehren. Der Landkreis Aurich, Landkreis Wittmund und Landkreis Leer sowie die kreisfreie Stadt Emden gehören zu seinem Regierungsbezirk. Aufgrund der Hochwasserkatastrophen in Nordrhein- Westfalen und Rheinland-Pfalz, nimmt er täglich an Besprechungen Teil, in denen es um die gegenwärtige Lage und die Hilfskräfte der Feuerwehren aus Niedersachsen geht. In Ostfriesland gibt es sechs Kreisfeuerwehrbereitschaften, die zur überörtlichen Hilfe angefordert werden können. Diese Bereitschaften rücken ausschließlich auf Anforderung aus. Gegenwärtig sind sie noch nicht angefordert und es ist auch unklar, ob sie überhaupt angefordert werden. Regierungsbrandmeister Erwin Reiners teilt jedoch mit, dass alle sechs Bereitschaften innerlich darauf eingestellt sind, angefordert zu werden. Bislang wurden aus Niedersachsen vier Kreisfeuerwehrbereitschaften mit Hochleistungspumpen angefordert. Aus Ostfriesland wurde bislang lediglich ein kleiner Teil der Feuerwehr Emden mit der dort befindlichen Hochleistungspumpe angefordert. Alle Einsatzkräfte der niedersächsischen Kreisfeuerwehrbereitschaften sind mittlerweile wieder unbeschadet zu Hause eingetroffen. „Für die Einsatzkräfte, die in die Krisengebiete in Nordrhein- Westfalen und Rheinland-Pfalz fahren, ist eine physische wie auch psychische Stabilität erforderlich. Die Einsatzkräfte müssen körperlich anstrengende Arbeit leisten und kommen in Gebiete, die einem Kriegsschauplatz gleichen.“, so Erwin Reiners. „Sollte es aus einem der betroffenen Bundesländer zur Anforderung von ostfriesischen Kreisfeuerwehrbereitschaften kommen, so werden wir diese selbstverständlich entsenden und im Bedarfsfall auch mit speziellen Fachgruppen ergänzen“, sagt Reiners weiter. Die Anforderungen erfolgen über das Land, welches sich dann wiederum an die Regierungsbrandmeister wendet. Das Ausrücken der Kreisfeuerwehrbereitschaften kann nur erfolgen, wenn diese vom Land angefordert werden. Erstmalig besteht eine zusätzliche Bedingung; die Einheiten müssen sich in den ersten 48 Stunden autark versorgen können. Die ostfriesischen Feuerwehren waren in der Vergangenheit bereits mehrfach gefordert. Beispiele sind das Oder-Hochwasser und noch ganz frisch in Erinnerung, der Moorbrand in Meppen. Erwin Reiners dankt den bereits im Krisengebiet eingesetzten Einsatzkräften und wünscht den dort noch tätigen viel Kraft. „Es ist nicht selbstverständlich, sich in eine solche Lage zu begeben, um anderen Menschen und Tieren zu helfen“, sagt Reiners. Vor seiner Zeit als Regierungsbrandmeister, ist er selbst in der Kreisfeuerwehrbereitschaft aktiv gewesen und hat an mehreren Bereitschaftseinsätzen teilgenommen.

Text und Bild: Manuel Goldenstein – Sprecher AK Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehrverband Ostfriesland

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