Waldbrand fordert hunderte Einsatzkräfte bei Lauingen

Waldbrand fordert hunderte Einsatzkräfte bei Lauingen

QUELLE: Feuerwehrflugdienst 2

Lauingen ( LK Helmstedt ). Zu einem größeren Waldbrand rückten am Donnerstagnachmittag den 5. August, die Feuerwehren aus dem Landkreis Helmstedt nach Lauingen aus. Auf einem Feld zwischen Scheppau und Lauingen kam es aus noch ungeklärten Gründen zu einem Brand. Aufgrund der Trockenheit und des leichten Windes, lief das Feuer sehr schnell in den angrenzenden Rieseberger Wald. Aufgrund der Sichtbaren Lage, wurden umgehend von den ersten Einsatzkräften vor Ort weiter Einheiten nachgefordert. Der Brand entwickelte sich sehr schnell zu einem sogenannten Wipfelfeuer.

Ein Wipfelfeuer beschreibt bei einem Waldbrand den Brand und Brandausbreitung in und über die Baumkronen. Durch den Einsatzleiter Matthias van der Wall wurden weitere Tanklöschfahrzeuge sowie der Wassertransportzug aus Wolfsburg und Flugfeldlöschfahrzeuge vom nahegelegenen Flughafen Braunschweig/Wolfsburg angefordert. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde in Scheppau eine Wasserentnahmestelle eingerichtet, ebenso an der Zisterne in Lauingen und die Zuleitung einer nahegelegenen Beregnungsanlage. Das Wasser wurde dann mittels Pendelverkehr durch Tanklöschfahrzeuge an die Einsatzstelle gebracht. Auch die Drohne der Kreisfeuerwehr Helmstedt wurde umgehend in der ersten Einsatzphase angefordert, um schnell einen Überblick über die Ausbreitung zu bekommen.

Über mehrere B und C Leitungen wurde das Feuer im Wald bekämpft, sowie von den Dachmonitoren der Einsatzfahrzeuge. Auch der Feuerwehrflugdienst, der sich auf dem Rückflug aus dem Südlichen Teil Niedersachsens befand, hat die Einsatzstelle überflogen und den Einsatzkräften einen genauen Überblick verschafft. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Landwirte der Region. Diese haben mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Wasserbehälter die Feuerwehren unterstützt und Wasser zur Einsatzstelle gebracht, ebenso waren zwei Tankfahrzeuge des Wasserverbandes vor Ort.

Da abzusehen war, dass der Einsatz in die Abendstunden gehen wird, wurde das THW Helmstedt mit Beleuchtungsmöglichkeiten an die Einsatzstelle alarmiert, in der Nacht wurden Kameraden vom THW Schöningen abgelöst. Für die Verpflegung sorgte der Verpflegungszug der Kreisfeuerwehr. Eine effektive Zusammenarbeit gab es durch die Drohnengruppe der Kreisfeuerwehr und den Fahrzeugen des Flughafens. Mit Hilfe der Drohne konnte Wasserstrahl der Monitore gezielt auf die Brandnester gerichtet werden.

Im Laufe der Nacht wurde die Bereitschaft aus Wolfenbüttel durch einen weiteren Zug abgelöst, sowie weitere Ortsfeuerwehren aus dem Kreisgebiet zur Ablösung alarmiert.  Der einsetzende Regen in den frühen Morgenstunden sorgte für gute Unterstützung von Oben. Neben Zahlreichen Feuerwehren aus dem Landkreis Helmstedt und Wolfenbüttel, war die Flugplatzfeuerwehr Braunschweig-Wolfsburg sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz

Insgesamt waren ca. 400 Einsatzkräfte in diesem Einsatz involviert.

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