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Clausthal- Zellerfeld  LK Goslar Drei Tage intensive Ausbildung, anspruchsvolle Rettungsszenarien und ein
wertvoller organisationsübergreifender Erfahrungsaustausch prägten das diesjährige
Übungswochenende der Höhenrettung Schaumburger Land. An dem Wochenende kamen
Einsatzkräfte verschiedener Höhenrettungseinheiten und Werkfeuerwehren im Oberharz
zusammen, um unter möglichst realitätsnahen Bedingungen den Ernstfall zu trainieren und
die Zusammenarbeit über Organisations- und Landkreisgrenzen hinweg weiter auszubauen.
An dem Ausbildungswochenende nahmen neben der Höhenrettung Schaumburger Land
zahlreiche Gastkräfte teil. Dazu gehörten unter anderem die Höhenrettung Landkreis
Northeim, die Höhenrettung der Werkfeuerwehr KWS sowie die Höhenrettung der
Werkfeuerwehr ArcelorMittal Bremen. Darüber hinaus waren weitere Einsatzkräfte
verschiedener Organisationen vertreten. Die Vielfalt der Teilnehmenden machte das
Wochenende zu einer wertvollen Plattform für den fachlichen Austausch und das gemeinsame
Trainieren einheitlicher Rettungsstandards.
Die abwechslungsreiche Landschaft des Oberharzes bot ideale Bedingungen für die geplanten
Übungen. Felsformationen, Brückenbauwerke und unwegsames Gelände ermöglichten
realistische Einsatzlagen, wie sie im Alltag der Höhenrettung jederzeit auftreten können. An
mehreren Stationen mussten die Einsatzkräfte unterschiedlichste Rettungsaufgaben lösen.
Neben der sicheren Anwendung der Seilzugangs- und Rettungstechniken standen
insbesondere Kommunikation, Führungsstrukturen, Teamarbeit und taktische Entscheidungen
im Mittelpunkt.
Ein Schwerpunkt des Wochenendes war der Aufbau verschiedener Seilbahnsysteme. Mehrere
Schrägseilbahnen wurden sowohl für den Material- als auch für den Personentransport
errichtet. Ergänzend kam eine Seilbahn mit Kranfunktion zum Einsatz, mit der Lasten
kontrolliert bewegt und komplexe Rettungsszenarien unter schwierigen Geländebedingungen
dargestellt werden konnten. Solche Systeme kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo
Fahrzeuge oder Hubschrauber nicht eingesetzt werden können und alternative Rettungswege
erforderlich sind.
Zu den anspruchsvollsten Übungen gehörte die Rettung einer verletzten Person aus
schwierigem Gelände. Zunächst wurde die Person mittels einer Schrägseilbahn vom Boden zu
einem Brückenkopf transportiert. Von dort erfolgte der weitere Abtransport über eine
zusätzliche Schrägseilbahn bis in einen sicheren Bereich, wo die simulierte medizinische
Versorgung übernommen wurde. Dieses Szenario verlangte höchste Präzision, eine
strukturierte Kommunikation und das perfekte Zusammenspiel aller beteiligten Einsatzkräfte.
Neben den praktischen Ausbildungsinhalten nahm auch der Erfahrungsaustausch einen
wichtigen Stellenwert ein. Unterschiedliche Arbeitsweisen, technische Lösungen und
Einsatzerfahrungen wurden gemeinsam diskutiert und bewertet. Gerade diese
organisationsübergreifende Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil moderner
Höhenrettung, da größere Einsatzlagen häufig nur gemeinsam erfolgreich bewältigt werden
können.
Auch außerhalb der Übungen kam der kameradschaftliche Gedanke nicht zu kurz. Das
gemeinsame Miteinander und der offene Austausch zwischen den verschiedenen Einheiten
trugen maßgeblich zur positiven Atmosphäre des Wochenendes bei und stärkten bestehende
Kontakte sowie neue Netzwerke.
Organisator Frank Schubert zeigte sich mit dem Verlauf des Ausbildungswochenendes sehr
zufrieden:
„Ein Wochenende wie dieses zeigt eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges gemeinsames
Training ist. Im Einsatz spielt es keine Rolle, aus welcher Organisation oder welchem
Landkreis die Einsatzkräfte kommen – entscheidend ist, dass jeder Handgriff sitzt und wir uns
aufeinander verlassen können. Genau diese Zusammenarbeit haben wir an diesem
Wochenende intensiv trainiert und weiter ausgebaut. Besonders freut mich die hohe
Motivation aller Beteiligten und die kameradschaftliche Atmosphäre, die das gesamte
Wochenende geprägt hat. Mein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern,
den Ausbildern, den Stationsverantwortlichen sowie allen Helferinnen und Helfern im
Hintergrund. Ohne dieses Engagement wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung
nicht möglich.“
Ein besonderer Dank gilt außerdem Andreas, Christian und Frank, die während des gesamten
Wochenendes die Verpflegung aller Teilnehmenden sicherstellten und mit großem
Engagement für optimale Rahmenbedingungen sorgten. Ebenso bedankt sich die
Höhenrettung Schaumburger Land bei allen Unterstützern, den Eigentümern der
Übungsobjekte sowie allen beteiligten Organisationen für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit.