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Rosdorf (Kreis Göttingen) - Am 20. März 2026 führten der Kreisfeuerwehrverband Göttingen und der Kreisfeuerwehrverband Osterode eine gemeinsame Informationsveranstaltung zum „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN DE) im Gemeindezentrum Rosdorf durch. Die beiden Verbandsvorsitzenden Martin Willing (KFV Göttingen) und Markus Herzberg (KFV Osterode) begrüßten rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Zu der Veranstaltung waren neben Kreisbrandmeistern und Gemeindebrandmeistern auch Vertreter aus Politik und Verwaltung eingeladen, darunter der Landrat, Bürgermeister, Dezernenten sowie Ordnungsamtsleiter. Ebenso nahmen Vertreter der Polizeiinspektion, des Technischen Hilfswerks und des Kreisverbindungskommandos Northeim an der Informationsveranstaltung teil.

Hauptmann P. Langner vom Landeskommando Niedersachsen stellte Inhalte und Hintergründe des geheimen Operationsplans Deutschland vor. Der OPLAN DE beschreibt die gesamtstaatlichen und gesamtgesellschaftlichen Aufgaben der Bundeswehr sowie des Zivilschutzes im Verteidigungsfall. Derzeit befindet sich der OPLAN DE in der ersten Umsetzungsphase, in der insbesondere Strukturen aufgebaut, Kräfteverzeichnisse erstellt und grundlegende Dokumente erarbeitet werden.

Langner erläuterte in seinem Vortrag die Aufgaben der Bundeswehr im Rahmen der militärischen Verteidigung sowie die Zusammenarbeit mit Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen. Gleichzeitig betonte er, dass man aktuell weit von einem Verteidigungsfall entfernt sei und kein Anlass zur Beunruhigung bestehe. Eine umfassende Vorbereitung benötige jedoch Zeit, weshalb bereits jetzt intensiv am Operationsplan Deutschland gearbeitet werde.

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war die Bedeutung der Selbstvorsorge in der Bevölkerung. Langner wies darauf hin, dass insbesondere jüngere Generationen keine Erfahrungen mit der Wehrpflicht hätten und auch das Thema persönliche Vorsorge zunehmend an Bedeutung gewinne. Eine bessere Information der Bevölkerung sei daher wichtig. Bereits ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln und wichtigen Dingen des täglichen Bedarfs könne im Krisenfall helfen und die Einsatzkräfte entlasten – nicht nur im Verteidigungsfall, sondern beispielsweise auch bei Hochwasserlagen oder länger andauernden Stromausfällen.

Die Veranstaltung zeigte deutlich die Bedeutung der Zusammenarbeit von Bundeswehr, Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei sowie Verwaltung und Politik bei der Vorbereitung auf außergewöhnliche Krisenlagen.
 

Text+Bilder: Pressewart KFV Göttingen M. Lahrsow