Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Bergen (Lk Celle). In über 80 Unterrichtseinheiten wurden an vier Wochenenden sechs Feuerwehrangehörige aus Niedersachsen zu Trainerinnen und Trainern für kommunikative Deeskalation durch den Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgebildet.

Sie sollen im Multiplikatorenprinzip den Feuerwehren vor Ort wichtige kommunikative Deeskalationsansätze und -Möglichkeiten vermitteln, sodass die Einsatzkräfte ein gutes Rüstzeug an die Hand bekommen, dass sich ggfs. keine handgreiflichen Einsatzstellensituationen ergeben.

Zu den ausgebildeten Themenfeldern gehörten u. a.:

  • Grundlagen von Konflikten und Konfliktanalyse,
  • Kultur und Werte,
  • Grundlagen der gewaltfreien Kommunikation,
  • Kommunikationsstrategien im Einsatz,
  • Körpersprache als zentrales Deeskalationsinstrument,
  • Stufenmodell der Deeskalation,
  • Konflikte verstehen und gemeinsam lösen,
  • Empathische Kommunikation in der Zusammenarbeit,
  • Aus Konflikten lernen: Feedback- und Reflektionskultur zulassen und gestalten.

Bei der Übergabe der Zertifikate am Ende dieses Ausbildungsganges freute sich der anwesende Vorsitzende des LFV-Fachausschuss „Soziales“ und LFV-Vorstandsmitglied Matthias Röttger, „dass sich für diese anspruchs- und verantwortungsvolle sowie zukunftsweisende Qualifizierung diese sechs gut ausgebildeten Feuerwehrleute gefunden haben und mit großer Motivation diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben!“

Diese mit insgesamt 80 Unterrichtseinheiten umfangreiche Weiterbildung wurde durch die zertifizierte Mediatorin und Konflikttrainerin Tomke Menger aus Hannover durchgeführt. Sie hat den Teilnehmenden durch ihre Erfahrungen viele nützliche Tipps und Tricks für die bevorstehende Aufgabe mit auf den Weg geben können.

Im Zeitraum von August bis Oktober 2026 ist ein weiterer Qualifizierungslehrgang an vier Wochenenden für weitere sechs bis acht Trainerinnen und Trainer durch den LFV-NDS geplant.

Der Landesfachberater für Bildung und Demokratie des LFV-NDS, Stefan Vogt, hat nicht nur diese Ausbildung mit begleitet, er hat sich dieser hochbrisanten Aufgabenstellung angenommen und wird das weitere Vorgehen eng mit begleiten und ebenfalls Maßnahmen vor Ort für die Feuerwehren als Trainer durchführen bzw. Inhalte dieses Themenfeldes in seine bestehenden Feuerwehrfortbildungsformate mit einbauen.

Die nun sechs frisch ausgebildeten und hoch motivierten Feuerwehrleute wollen in Zukunft Tagesseminare zu ihrem Thema vor Ort bei Niedersachsens Feuerwehren sowie im Rahmen zentraler LFV-Seminare anbieten. Die nächsten Wochen werden die neuen Trainerinnen und Trainer die Ausbildungsrahmenpläne erstellen und Termine für mögliche Seminare erarbeiten anbieten.

Weitere Informationen erhalten Sie durch das Team der Landesgeschäftsstelle des LFV-NDS unter den bekannten Kontaktdaten.

Text und Foto: Olaf Rebmann, LFV-NDS